Graeme Russells Vermächtnis: Ein Pionier für die Gleichberechtigung der Geschlechter
Am 2. April 2021 verstarb Dr. Graeme Russell nach einem langen Kampf gegen den Krebs. Er war ein Flexibilitäts- und Vielfaltsberater in Sydney, Australien, Forschungskollaborateur und Wissensprogramm-Fazilitator für den Diversity Council of Australia und emeritierter Associate Professor für Organisationspsychologie an der Macquarie Universität in Sydney. Graeme widmete sein berufliches Leben der Forschung und praktischen Arbeit, um die Geschlechtergleichheit, Vielfalt und das Wohlergehen von Familien in Australien zu fördern. Er arbeitete mit Wissenschaftlern und Praktikern auf der ganzen Welt zusammen und hinterlässt eine große Lücke.
Ein Pionier der Väterforschung
Die Rolle der Väter im Wandel
Graeme war ein Pionier in der Forschung über Vaterschaft. Er begann Ende der 1970er Jahre und sein 1982 erschienenes Buch „The changing role of fathers“ bleibt der Bezugspunkt für Forschungen über hauptbetreuende Väter. Es versuchte, das Verhalten der Väter im Kontext intrafamiliärer und breiterer gesellschaftlicher Überzeugungen, Praktiken und Einschränkungen zu verorten.
Einfluss auf die Forschung
Graeme veröffentlichte weiterhin Artikel und Buchkapitel über hauptbetreuende Väter, Vater-Kind-Beziehungen in Kindheit und Jugend, geteilte Elternschaft, Großvatersein, australische Vaterschaft und Familienpolitik über die folgenden Jahrzehnte. Dank seiner wissenschaftlichen Arbeit erkennen Forscher nun, dass Männer aktive Eltern sein können und dass soziale Einstellungen und institutionelle Politiken eine wesentliche Rolle dabei spielen, elterliches Verhalten zu beschränken und zu erleichtern.
Engagement für Geschlechtergleichheit und Väter am Arbeitsplatz
Einsatz für arbeitende Väter
Fast vier Jahrzehnte lang engagierte sich Graeme leidenschaftlich für die Unterstützung von arbeitenden Vätern und beriet Unternehmen, die sich für die Förderung von Geschlechtergleichheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in vielen Ländern, einschließlich Australien, China, Japan und Korea, interessierten.
Flexibilität am Arbeitsplatz
Er richtete Workshops für Väter am Arbeitsplatz ein, um ihnen zu helfen, Berufs- und Familienanforderungen zu integrieren und veröffentlichte mehrere Artikel über die Auswirkungen von Arbeitsplatzpraktiken auf die Einbindung von Vätern. Sein großes Interesse an Flexibilität am Arbeitsplatz und ihrem Versprechen für die Geschlechtergleichheit führte ihn dazu, teambasierte Ansätze für die Neugestaltung der Arbeit zu entwerfen.
Ein einflussreicher Berater und Kollege
Graemes Erfolg als Berater und Kollege wurde durch seine aufrichtige Wärme, Freundlichkeit und Zugänglichkeit erleichtert, die es ihm ermöglichten, sich mit allen unabhängig von ihren persönlichen Eigenschaften oder Ideologien gut zu verstehen. Seine persönlichen Stärken zeigten sich besonders in seinem geschickten Umgang mit verschiedenen Gruppen, einschließlich leitender Manager, Mitarbeiter, Gewerkschafter, Politiker, Akademiker und Sozialaktivisten.
Die Familie stand immer an erster Stelle
Obwohl Graemes berufliches und privates Leben sich gegenseitig bereicherten, war seine erste Priorität im Leben immer seine Familie, die aus seiner Frau Susan, seinen Kindern (Kirsten, Emily und Benjamin) und seinen acht Enkelkindern bestand. Er verehrte seine Enkelkinder besonders und spielte eine wichtige Rolle in ihrem täglichen Leben, indem er so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbrachte.
Fazit: Ein bleibendes Vermächtnis
Graemes Vermächtnis als Pionier der Geschlechtergleichheit in Australien wird lang anhaltend sein und sein Einfluss auf Studenten, Mitarbeiter, Wissenschaftler, Personalpraktiker und politische Entscheidungsträger war tiefgreifend.

